Center for Sepsis Control and Care

Welt-Sepsis-Tag 2015 in Jena - Paradies in Pink

Ein sonniger Spätsommernachmittag lockte am Sonntag, dem 13. September zahlreiche Besucher, darunter auch viele Familien, zum Entdeckertag anlässlich des 4. Welt-Sepsis-Tages auf die Rasenmühleninsel und in die benachbarte Freie Gesamtschule UniverSaale im Paradiespark in Jena.

 

WSD2015_Paradies-in-Pink

 
Ein buntes Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein bot einen idealen Rahmen, um auf das Thema  Sepsis aufmerksam zu machen und mit vielen Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Eröffnet wurde die Informationsveranstaltung rund um das Thema Sepsis mit Grußworten von Prof. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie & Intensivmedizin des Universitätsklinikums Jena und dem Jenaer Bürgermeister und Dezernenten für Familie, Bildung und Soziales Frank Schenker.

Prof. Reinhart betonte, „Das Thema Sepsis einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln ist für die Vermeidung und Bekämpfung dieser Erkrankung von besonderer Bedeutung.“ Mit einem bunten Programm beim Sepsis-Entdeckertag, das für Groß und Klein das Thema gekonnt aufbereite, sei dies den Organisatoren des Welt-Sepsis-Tages in hervorragender Weise gelungen, so Bürgermeister Schenker. Ob Rettungswagen oder Teddybärklinik, Händedesinfektion, Sepsis-Quiz oder beim Mikroben-Basteln und Bakterien-Ausmalen – überall gab es für die kleinen Besucher Gelegenheit, das Thema Infektionen und Sepsis spielerisch selbst zu entdecken. So wurden auf anschauliche Weise wichtige Fragen beantwortet: Wie schütze ich mich vor Krankheitserregern und Infektionen? Wie erkenne ich eine Sepsis und wie wird dem Patienten geholfen?

 

In der Teddybärklinik wurden die kuscheligen Patienten durch engagierte Studenten der Fachschaft der Medizinischen Fakultät fachkundig behandelt.

 

Besonders einprägsam gestalteten Schülern des Angergymnasiums eine Unterrichtsstunde zum Thema Sepsis, die leicht verständlich und interaktiv in erster Linie das jüngere Publikum über Sepsis aufklärte. Sozusagen von Schülern für Schüler – aber auch Erwachsene konnten hier noch einiges lernen.

An verschiedenen Informationsständen des Center for Sepsis Control & Care (CSCC) und des Koordinationsbüros des Welt-Sepsis-Tages am Uniklinikum Jena, der Sepsis-Hilfe e.V., des MRE(Multiresistente Erreger)-Netzwerks vom Gesundheitsamt Jena und des ZIK Septomics konnten die Besucher Informationen zu den Themen Erkennung und Prävention von Sepsis, Krankheitsverlauf, aber auch über die aktuelle Sepsis-Forschung sammeln. Drei Vorträge komplettierten den informativen Teil des Welt-Sepsis-Tages und machten deutlich, wie wichtig die Aufklärung der Bevölkerung über die dritthäufigste Todesursache in Deutschland ist: Prof. Reinhart sprach über die Notwendigkeit und die Bedeutung eines Welt-Sepsis-Tags, Dr. Heike Beyermann (Amtsärztlichen Dienst der Stadt Jena) über die Bedeutung des Impfschutzes zur Prävention von Sepsis und Dr. Hendrik Rüddel (Klinik für Anästhesiologie & Intensivmedizin), der zum Krankheitsbild selbst referierte,

Auch Betroffenen, die eine Sepsis überlebt und mit den Spätfolgen zu kämpfen haben, bot die Veranstaltung eine Plattform für persönlichen Austausch bei einem Regionalgruppentreffen der Deutschen Sepsis-Hilfe.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band "Sandmen United & Septic Shockers", die im "wahren Leben“ als Ärzte am Universitätsklinikum Jena arbeiten. Nicht zuletzt spielte, im Gegensatz zu den letzten Jahren, diesmal auch das Wetter mit und lud mit sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein zum Verweilen ein.

Ein großer Dank an alle die diesen Tag unterstützt und ermöglicht haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen zum Welt-Sepsis-Tag 2016 am 13. September.

Vor allem Kindern wurde das Thema Sepsis auf vielfältige Art und Weise nahegebracht: Kleine Künstler gestalteten bunte Mikroben aus Styroporkugeln.

 


Programm

13 Uhr - Auftakt und Eröffnung

14 Uhr - Grußworte

  • Frank Schenker
    Bürgermeister der Stadt Jena; Dezernent für Familie, Bildung & Soziales
  • Prof. Konrad Reinhart
    Vorsitzender Sepsis-Stiftung, Chairman Global Sepsis Alliance, Direktor Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Uniklinikum Jena

Neues erfahren // Vorträge zum Thema Sepsis

  • 14:15 - Die globale Bedeutung – Warum ein Welt-Sepsis-Tag?
    Prof. Konrad Reinhart, Uniklinikum Jena und Global Sepsis Alliance
  • 15:30 - Sepsis verhindern durch Impfschutz
    Dr. Heike Beyermann, Ärztin im Amtsärztlichen Dienst, Stadt Jena
  • 16:00 - Wie entwickelt sich eine Sepsis und was macht sie so gefährlich?
    Dr. Hendrik Rüddel, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Uniklinikum Jena
  • 16:30 - Live-Übertragung des World Wide Sepsis Webinars

Gemeinsam entdecken

  • 14:45 - Schulstunde zum Thema Sepsis
    Schüler des Angergymnasiums Jena gestalten eine Unterrichtsstunde

Austausch

  • 14:30 Uhr Treffen der Deutschen Sepsis-Hilfe e.V. für Mitglieder und Sepsis-Betroffene

Geselliges Beisammensein

  • Live-Musik der „Sandmen United & the Septic Shockers


Das Programm zum Herunterladen und Ausdrucken (pdf)

 

Mehr zum Welt-Sepsis-Tag unter: http://www.world-sepsis-day.org

 


Hintergrund

Logo World Sepsis Day

Die Fakten sind erschreckend: Alle 4 Sekunden stirbt weltweit ein Mensch an Sepsis. Die Erkrankung fordert demnach mehr Menschenleben als Brust- und Darmkrebs zusammen. Weiten Teilen der Öffentlichkeit ist die Sepsis dennoch unbekannt oder wird als „Blutvergiftung“ missverstanden. Sepsis ist eine Entzündungsreaktion des Organismus auf eine Infektion, bei der die körpereigene Abwehr das eigene Gewebe und die Organe schädigt. Wenn die Sepsis nicht früh erkannt und sofort behandelt wird, kann sie zu Schock, Multiorganversagen und schlussendlich zum Tode führen. Die Häufigkeit der Sepsis nimmt trotz aller Fortschritte der modernen Medizin dramatisch zu.

Weltweit erkranken ca. 25 Millionen Menschen jährlich an einer Sepsis, 8 Millionen davon sterben daran. Ungefähr 20% der Sepsis-Überlebenden kämpfen als Folge der Erkrankung mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen. Allein durch ausreichende Hygienemaßnahmen, bessere Prävention, frühzeitiges Erkennen und die sofortige Behandlung einer Sepsis könnte die Sterblichkeit deutlich gesenkt und die Beeinträchtigungen erheblich verringert werden. Pro Jahr könnten so bis zu 800.000 Menschenleben gerettet werden. 

Um die Gesellschaft für das Thema Sepsis zu sensibilisieren, auf die Missstände in der Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Sepsis aufmerksam zu machen, und zu erreichen, dass die Sepsis auf die Agenda weltweiter Entwicklungspolitik gesetzt wird, wurde 2012 der Welt-Sepsis-Tag ins Leben gerufen. Der Welt-Sepsis-Tag findet seither jährlich am 13. September mit Veranstaltungen und Aktionen auf der ganzen Welt statt. Auch dieses Jahr wird am 13. September wieder mit diversen internationalen Aktionen die unterschätzte Gefahr von Sepsis angemahnt.

Das Hauptbüro für die Organisation und Koordination des World Sepsis Day ist am CSCC angesiedelt.

 

zur Internetseite des Welt Sepsis Tages

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